Pflege: Arbeitsbedingungen verbessern, Finanzierung sichern!

Hospiz Bild: pixabay

Zur heutigen Pressekonferenz des Sozialministers erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Jeder Schritt, den Weg zur Pflege transparent zu machen, ist zu begrüßen. Allerdings kann Beratung vor Ort durch ein Internetportal nicht ersetzt werden; dafür brauchen wir vielmehr trägerunabhängige Pflegestützpunkte im ganzen Land.

Die besten Werbekampagnen nützen nichts, wenn die Rahmenbedingungen in der Pflege nicht geändert werden und die Kollegen deshalb aus den Pflegeberufen fliehen. Was wir dringend brauchen, um diese attraktiver zu machen, sind beispielsweise bessere Bezahlung, familienfreundliche, verlässliche Arbeitszeiten, eine Abkehr von der Minutenpflege und ein Zurückfahren der Dokumentation.

30 Ausbildungsplätze mehr sind gut, reichen aber nicht aus, um dem in Schleswig-Holstein absehbaren Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Ausbildung für Pflegeberufe muss genauso wie ein Medizinstudium kostenlos sein, damit junge Menschen nicht aus finanziellen Gründen von dieser Berufswahl abgeschreckt werden.

Was die Aussagen des Ministers zur dauerhaften Finanzierung der Pflegeversicherungsleistungen betrifft, so gibt es im Hinblick auf die immer älter werdende Gesellschaft nur eine Antwort: Die Einführung der solidarischen Bürgerversicherung, in die alle Menschen gemäß ihren jeweiligen Einkünften einzahlen. Damit schaffen wir eine nachhaltige Finanzierungsbasis.

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