SPD-Landtagsabgeordnete machen Praktikum in der Pflege

BIrte Pauls, MdL Bild: Birte Pauls

Zu den Praktika von SPD-Landtagsabgeordneten in Pflegeeinrichtungen erklärt die pflegepolitische Sprecherin der Fraktion, Birte Pauls:

Wie sieht der Alltag von Pflegekräften aus? Wo sehen sie vordringliche Probleme bei der Betreuung, wie empfinden sie ihre berufliche Belastung? Solche und ähnliche Fragen werden im Mittelpunkt der eintägigen Praktika stehen, die Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion in Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten oder in Krankenhäusern ihrer Wahlkreise absolvieren. Die Sozialdemokraten nehmen den internationalen Tag der Pflege (12. Mai) zum Anlass, Fachkräfte in der Pflege zu begleiten und deren Alltag kennenzulernen.

Die Erfahrungen aus dieser Aktion sollen in die Arbeit der Landtagsfraktion einfließen. Am 25. Mai werden die Politiker mit Vertreterinnen und Vertretern der von ihnen besuchten Einrichtungen über ihre Erfahrungen sprechen, Meinungen austauschen und Informationen vertiefen.

So wird beispielsweise der Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster hospitieren, die pflegepolitische Sprecherin Birte Pauls verbringt einen Tag in den städtischen Senioreneinrichtungen Schleswig. Der Sozialpolitiker Andreas Beran begleitet eine Pflegeschicht im Klinikum Bad Bramstedt, der sozialpolitische Sprecher Wolfgang Baasch im Haus Simeon der Caritas in Lübeck. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Birgit Herdejürgen ist im Krankenhaus Itzehoe, der gesundheitspolitische Sprecher Bernd Heinemann im AWO Servicehaus Wellingdorf, die Abgeordnete Anette Langner im Pflegeheim Schönberg.

Die SPD-Landtagsfraktion wird sich auch nach dem Praktikumstag intensiv mit dem Thema Pflege beschäftigen. „Wir fordern z. B., dass die Altenpflegeausbildung für die Auszubildenden kostenfrei ist. Wir halten an der Fachquotenregelung von 50 % fest, und setzten uns für bessere Rahmenbedingungen ein, z.B. feste und verlässliche Arbeitszeiten die vereinbar sind mit den Bedürfnissen von Familien.

Die zwar wichtige und unerlässliche Dokumentation, bindet zu viel Arbeitszeit und muss dringend überarbeitet und reduziert werden. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Pflegebedürftigen und die Pflegefachkräfte ist die Umstellung auf einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der weg von der Minutenpflege hin zur patientenorientierten Pflege führt. Der ständige Spagat zwischen fachlicher Anforderung und geforderten wirtschaftlichem Denken lässt viel zu viele Pflegekräfte den Beruf vorzeitig verlassen. Deutschland ist hier trauriger Spitzenreiter. Das darf nicht sein. Wir müssen die Attraktivität des Berufes verbessern – dazu gehören auch die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung“, erläutert Birte Pauls, selbst von Beruf Krankenschwester, die Positionen der Fraktion.

Die Erfahrungen aus dieser Aktion sollen in die Arbeit der Landtagsfraktion einfließen. Am 25. Mai werden die Politiker mit Vertreterinnen und Vertretern der von ihnen besuchten Einrichtungen über ihre Erfahrungen sprechen, Meinungen austauschen und Informationen vertiefen. Die SPD-Landtagsfraktion wird danach konkrete Initiativen ergreifen.

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