„Abend für Bildung“ informierte über zukünftige Bildungspolitik

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH
Amt Südangeln – – In der Bildungspolitik werden die Weichen für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder gestellt. „Welche Wege geht eine SPD geführte Landesregierung in der Bildungspolitik nach einem möglichen Machtwechsel in Schleswig-Holstein nach der Landtagswahl im Mai 2012? Welche Auswirkungen haben diese möglichen und nötigen Reformen auf die Schulen im Amt Südangeln?“ Diese Zukunftsfragen wurden auf einem Abend für die Bildung beantwortet. Der SPD-Amtsverband Südangeln hatte für diese Veranstaltung den bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Habersaat als Referenten gewinnen können, sowie die Landtagsabgeordnete Birte Pauls und Landtagskandidat Ralf Wrobel eingeladen.
„Reihenweise werden Schulen geschlossen wenn es zum Machtwechsel in Schleswig-Holstein kommt, prophezeite die CDU Anfang des Monats. Die CDU Fraktion hat sogar in ihrem Sitzungssaal eine Karte über angebliche Schließungsorte aufgehängt und schleust dort Schulklassen vorbei. Das ist echt unglaublich, sagt Birte Pauls, MdL „Wenn einem gute Argumente ausgehen muss die CDU wohl zu solchen primitiven, angstschürenden unverantwortlichen Maßnahmen greifen“
„Wer sich unser Schulkonzept aber ansieht wird feststellen, dass es die Christdemokraten sind, die ein „Spiel mit der Angst der Eltern“ betreiben. Wir wollen die jetzigen Schulstandorte trotz sinkender Geburtenraten erhalten, dafür sollen sogar die Mindestzahl der Schüler gesenkt werden“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Habersaat. Es könnten Grundschulen als Außenstellen erhalten bleiben, wenn in den zusammengelegten 1. und 2. sowie 3. und 4.Klassen jeweils mindestens 22 Schüler unterrichtet werden, so Habersaat weiter. „Unser Ziel bleibt kurze Beine, kurze Wege. Viele Regionalschulen, wie zum Beispiel in Böklund, seien nur deshalb entstanden, weil die Mindestschülerzahl für eine Gemeinschaftsschule nicht reichte. Doch die Eltern stimmen laut Habersaat mit den Füßen ab. Habersaat: „Nur 13,5 Prozent der Grundschulkinder wechselten im Herbst auf eine Regionalschule. Das sind weniger als früher die Hauptschule wählten.“
An rund 20 Gemeinschaftsschulen im Lande Schleswig-Holstein bestehe, sofern von den Kommunen gewünscht mittelfristig die Chance Oberstufen einzurichten – vorwiegend auf dem Land. „Nach Berechnungen der SPD würden sich im Kreisgebiet Schleswig-Flensburg die Gemeinschaftsschulen in Schafflund, Schleswig oder Süderbrarup und Kropp anbieten. Die Gemeinschaftsschulen sollen die von der jetzigen Regierung reduzierten Differenzierungsstunden wieder erhalten“ so Pauls.
Eindeutig sprach Habersaat sich für eine achtjährige Gymnasialzeit aus. Die alternative Wahlmöglichkeit auch in neun Jahren das Abitur am Gymnasium zu machen sei „eindeutig ein teurer Irrweg, den wir uns nicht leisten können“, sagte Habersaat. Allein den Kommunen koste das zusätzliche Jahr eines jeden G9-Schülers 1060 EUR, landesweit rund 1,3 Millionen Euro. „Wenn es für die Kinder schon vorher schwierig war von einem Bundesland in ein anderes zu ziehen, dann wird der Umzug jetzt schon innerhalb eines Kreises schwierig. Stattdessen muss man dafür sorgen, den Lehrplan entsprechend anzupassen, und die Schulen mit Personal zu versorgen“ so Ralf Wrobel. Aber: Alle Gymnasiasten, die jetzt schon in G9-Zügen lernen, sollen nicht erneut wechseln müssen. Auch allen gymnasialen Oberstufen im Land sicherte Habersaat im Falle eines Regierungswechsels eine Bestandsgarantie zu. Die CDU will alle künftig durch sinkende Schülerzahlen frei werden Lehrerstellen abbauen, wir werden 50% davon im System belassen um den Unterricht zu verbessern und Unterrichtsausfall zu reduzieren, fügte Birte Pauls hinzu.

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