Volles Haus bei der gemeinsamen Veranstaltung von AWO und SPD

Gemeinsame Veranstaltung von AWO und SPD Schleswig Bild: SPD Schleswig
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„Wir stricken gemeinsam an der Zukunft der Pflege!“,
das ist der Titel einer einjährigen Kampagne der AWO, die im Mai endet. Ziel ist es durch den Verkauf von Handarbeitsprodukten drei Ausbildungsplätze in der Altenpflegeplätze zu finanzieren und auf diese Art und Weise auf die Situation in der Altenpflegeausbildung hinzuweisen, „erklärte Wolfgang Baasch , AWO Landesvorsitzender und MdL zur Begrüßung der gemeinsamen Veranstaltung von SPD und AWO am Montagnachmittag.Heide Simonis, Schirmherrin der Kampagne las aus ihrem Buch „Rheintöchter“ und vier fleißige Damen produzierten in Windeseile smarte Schals die anschließend mit anderen Handarbeiten von Henrik Vogt auf sehr unterhaltsame Weise versteigert wurden.
Insgesamt kamen über 120€ für die Spendenaktion zusammen.
¨Tolle Kampagne,die ich sehr gerne unterstütze. aber eigentlich muss das Ziel sein, die Ausbildung in der Altenpflege kostenfrei zu gestalten, sagte Birte Pauls , pflegepolitische Sprecherin der SPD.
„Die SPD hatte 2007 100 zusätzliche landesgeförderte Ausbildungsplätze installiert , die FDP im letzten Haushalt gerade mal 30. „Das ist nicht die Antwort auf den bereits deutlich fühlbaren Fachkräftemangel,“ sagte Pauls.
„Bereits bis zum Jahre 2020 fehlen uns 300 000 Pflegekräfte in Deutschland, das sind für die dreijährige Ausbildung mal gerade 3 Ausbildungsgänge, da können wir es uns nicht leisten, interessierte junge Leute abzuweisen, weil sie sich die Ausbildung nicht leisten können, die monatlich ca. 350€ kostet“
CDU FDP haben es versäumt rechtzeitig die richtigen Weichen zu stellen und kommen pünktlich zum Wahlkampf mit Forderungen, die wir lange schon als Anträge formuliert hatten und die regelmäßig von ihnen abgelehnt worden sind.“
„Insgesamt ein wirklich runder Nachmittag“, fügt Maren Korban hinzu

Und am selben Tag entdeckt Herr de Jager auf ein mal sein soziales Herz und will sich gegen FDP-Garg sozial profilieren

Zu dem vom CDU-Spitzenkandidaten angekündigten Bündnis für Pflege erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:
Der CDU-Spitzenkandidat entdeckt sein Herz für’s Soziale und plappert nach, worauf sein Kabinettskollege Garg schon lange vor ihm gekommen ist: Runde Tische und Gremien und Beiräte diverser Zusammensetzung sowie Studien und Untersuchungen gibt es genug! Was fehlt, sind konkrete Initiativen, die auch etwas bewirken – Nägel mit Köpfen also. Denn wir haben kein Wissens-, sondern ein Handlungsdefizit. Die Gelegenheit zum Handeln hätte der amtierende Wirtschaftsminister bei der Haushaltsaufstellung gehabt: Hier hätte er sich dafür stark machen können, z. B. mehr Geld für die Finanzierung von Ausbildungsplätzen in der Altenpflege zur Verfügung zu stellen. Aber: Fehlanzeige! In dieser Legislaturperiode hat die CDU keinen substanziellen Beitrag zum Thema Pflege geliefert. Das zeigt sich auch deutlich in dem herrschenden Fachkräftemangel unter dem die Einrichtungen, aber vor allem auch die Patienten und Bewohner leiden.

Die SPD-Fraktion hat dagegen in zahlreichen Anträgen immer wieder Vorschläge gemacht, wie die Qualität in der Pflege und die Rahmenbedingungen für die Pflegekräfte verbessert werden können. In unserem Antrag „Bessere Anerkennung und Rahmenbedingungen in der Pflege“ (Drs. 17/2007), der im November eingereicht wurde, fordern wir eine umfassende Reform der Pflegeausbildung mit einer kostenlosen dreijährigen gemeinsamen Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege, kostenlose Umschulungen zu Pflegefachkräften, die Einführung eines Pflegestudiums und einer Pflegekammer, die die Qualität in der Pflege und den Stellenwert der Pflegeberufe erhöht. Dazu gab es eine umfangreiche Anhörung. Dort haben Fachleute unsere Forderungen bestätigt und unterstützt. Der Antrag liegt zur abschließenden Beratung im Sozialausschuss. Hier wird sich zeigen, ob die CDU-Fraktion den Vorstoß ihres Spitzenkandidaten ernst nimmt – denn dann müsste sie unserem Antrag zustimmen.

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