CDU will keine Gleichstellung der dänischen Minderheit!

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH

Zur Kritik der Flensburger CDU-Landtagsabgeordneten Susanne Herold an der für morgen geplanten Demonstration des dänischen Schulvereins erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Noch immer haben Mitglieder der CDU wie Frau Herold nichts begriffen! Die Landesverfassung sieht die Gleichstellung der dänischen Minderheit vor. Daraus ergibt sich, dass die Schulen der Minderheit den deutschen staatlichen Schulen gleichgestellt werden müssen. FDP und CDU wollen die Gleichstellung der dänischen Minderheit nicht, das ist ihre altbackene ideologische Denke, die immer dann zum Vorschein kommt, wenn sie politisch unter Druck geraten. Sie haben die Zuschüsse für die dänischen Schulen gekürzt und sind damit von einer bewährten jahrzehntelangen Praxis abgewichen.

Jetzt die Kinder von Abgeordneten für den ideologischen Feldzug gegen die Minderheit zu instrumentalisieren ist eine wirklich armselige Reaktion, wenn einem die Argumente ausgehen.

Bildungsminister Klug, der es eigentlich besser wissen müsste, hat kürzlich bei einer Podiumsdiskussion die AP Møller Skolen als bestes Beispiel für das „Wohlergehen“ der dänischen Schulen herangezogen und damit komplett ignoriert, dass es sich dabei um ein schlüsselfertiges Geschenk des gerade verstorbenen dänischen Unternehmers Mærsk McKenny Møller handelt.

Die „zusätzlichen Mittel“ der dänischen Regierung, von denen Frau Herold spricht, dienen dazu, Mehrkosten der Minderheiteneinrichtungen zu finanzieren. Sie sind nicht dafür gedacht, die Kürzungen der schwarz-gelben Koalition bei den dänischen Schulen auszugleichen und damit Löcher im Landeshaushalt zu stopfen.

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