Ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen

Zur Absicht der Landesregierung die landesgeförderten Ausbildungsplätze in der Altenpflege um 400 weitere Plätze zur erhöhen, erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Birte Pauls:

Wir freuen uns sehr, dass die Sozialministerin trotz enger Haushaltsgrenzen einen Weg gefunden hat, weitere landesgeförderte Ausbildungsplätze in der Altenpflege zu schaffen. Um dem großen Bedarf an Pflegefachkräften heute und in der Zukunft zu decken, ist dies ein wichtiger Schritt.

Wenn wir gute Ausbildungsmöglichkeiten in den Pflegeberufen schaffen, können wir mehr junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Dazu gehört auch, dass sich Auszubildende keine Sorgen um die Finanzierung des Schulgeldes machen müssen. Unser Ziel ist eine kostenlose Pflegeausbildung. Hierfür müssen alle Wege auf Bundesebene und auf Landesebene geprüft werden.

Für eine zukunftssichere Ausbildung hat die Regierungskoalition auch einen entsprechenden Antrag diese Woche eingebracht. Die Förderung dieser zusätzlichen landesfinanzierten Ausbildungsplätze ist ein Punkt davon.

Neben einer höheren Ausbildungsplatzzahl, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegen zu wirken, begrüßen wir Projekte, die ausländische Pflegefachkräfte anwerben. Es ist uns dabei wichtig, dass die Ansprache der Pflegebedürftigen nicht zu kurz kommt. Die Sprache ist z. B. bei der Pflege von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, eine wichtiges Identitätsmerkmal und daher von hoher Bedeutung. Gute Sprachkenntnisse sind für die Kommunikation mit pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen, für die vorgeschriebenen notwendigen umfassenden Dokumentationen, die Medikamentenvergabe sowie für Absprachen mit Kolleginnen und Kollegen und Ärzten bei einer qualitativ hochwertigen Pflege von zentraler Bedeutung. Die Bundesländer haben sich aus diesen Gründen im April 2012 auf ein einheitliches Vorgehen verständigt, nach denen Fachkräfte aus dem Ausland besondere Sprachkenntnisse benötigen. Für Schleswig-Holstein war der damalige FDP-Sozialminister Dr. Garg an der Verständigung beteiligt.

Dieses bundeseinheitliche Vorgehen sichert nicht nur das Wohl der Patientinnen und Patienten, sondern gibt auch den ausländischen Fachkräften die notwendige Sicherheit, wenn sie nach Deutschland kommen. Von daher begrüßen wir die Initiative der Sozialministerin, mit allen Beteiligten Lösungswege zu finden, um ausländische Pflegekräfte für unser Bundesland zu gewinnen.

Link zum Antrag „Pflegeausbildung zukunftssicher machen“:

http://www.landtag.ltsh.de/ltsh/app/infothek?execution=e1s2&user=guest

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