Der Respekt vor dem Pflegepersonal gebietet einen offenen Dialog!

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH

Zur Diskussion über die mögliche Einrichtung einer Pflegekammer erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Ich finde es befremdlich, wenn der bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.) bei seinen eigenen, abhängig Beschäftigten eine Umfrage durchführt, deren Antwort der bpa bereits vorweg genommen hat.

Diese Form der Befragung ist gegenüber den Beschäftigten in der Pflege respektlos und entspricht nicht unserem Verständnis eines offenen Dialogs. In der Tat gab es bei der offiziellen Umfrage Startschwierigkeiten, die aber sehr schnell korrigiert worden sind.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass die privaten Anbieter mit aller Macht versuchen, die Pflege künstlich klein zu halten. Sie selber würden mit ihren Einrichtungen selbstverständlich auch von einer starken Pflege profitieren.

Stattdessen beklagt man einen Fachkräftemangel, den man von Seiten des bpa mit Qualitätssenkung beantworten will, z.B. herabgesetzte Zugangskriterien und Aufweichung der
50 % Fachkraftquote.

So schafft man garantiert keine Zufriedenheit beim Pflegepersonal.

Ich kann dem bpa nur den Blick über den Tellerrand ins benachbarte Ausland empfehlen. Warum wohl verlassen so viele Pflegefachkräfte Deutschland? Weil sie in anderen Ländern bessere Rahmenbedingungen finden – übrigens alles Länder mit Kammern.

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