Geburtshilfe Ostholstein: Der Klinikkonzern ist in der Pflicht!

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH

Zur Diskussion um die Geburtshilfe im Kreis Ostholstein im heutigen Sozialausschuss erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Der Kreis Ostholstein hat 2003 seine Klinik privatisiert und dabei einen Standort für Geburtshilfe festgelegt. Dies wurde spätestens durch den Krankenhausplan von 2010 unter der Vorgängerregierung manifestiert – Sana muss demzufolge nur an einem Standort Geburtshilfe vorhalten. Durch diese „Vorgeschichte“ hat das Land keine Steuerungsmöglichkeit. Allerdings werden wir darauf dringen, dass das von Sana im März im Sozialausschuss vorgestellte Sicherheitskonzept, das noch deutliche Mängel hat, verbessert und dann auch umgesetzt wird. Der Klinikkonzern ist hier in der Pflicht! Er hat auch eine gesellschaftliche Verantwortung jenseits von Gewinnerwartungen, die Geburtshilfe im Kreis Ostholstein sicherzustellen. Den Kreis sehen wir in der Pflicht, die rettungsdienstliche Versorgung im Sinne der Sicherheit für Mutter und Kind zu gestalten.

Auf unseren Vorschlag werden in die nächste Sozialausschusssitzung Vertreter der Klinik, des Kreises und des Rettungsdienstes eingeladen, um die noch offenen Fragen zum Sicherheitskonzept und zur künftigen Geburtshilfestruktur in Ostholstein zu erörtern.

Das Ministerium sollte unabhängig davon weiterhin engagiert moderierend tätig bleiben.

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