Grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärkt den europäischen Gedanken

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH

Zur „Gemeinsamen Absichtserklärung zur regionalen Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesland Schleswig-Holstein und den nord-niederländischen Provinzen Groningen, Fryslân und Drenthe“ erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Wir freuen uns sehr über den Schritt zur Zusammenarbeit zwischen den nord-niederländischen Provinzen und unserem Land, die viele Gemeinsamkeiten verbindet – allen voran die friesische Kultur und Sprache, die ein prägendes Merkmal aller Beteiligten ist und deren Erhalt gefördert werden muss. Auch die Minderheitenbelange der friesischen Volksgruppen sollen einbezogen werden. Dabei gilt: Friese ist, wer sich als Friese fühlt!

Friesisch ist als Minderheitensprache durch die Sprachencharta geschützt und 2004 hat der Landtag ein Gesetz zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum verabschiedet. Die Förderung von Sprache und Kultur der Friesen ist für uns schon immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Auch deshalb habe ich im Juli gemeinsam mit Ralf Stegner im Rahmen einer Besuchsreihe bei den Minderheitenverbänden im Land das Zentrum für Niederdeutsch in Leck, den Friesenrat Sektion Nord und das Nordfriisk Instituut in Bredstedt besucht und wir haben uns über aktuelle Themen informiert.

Mit der Absichtserklärung bekennen sich Schleswig-Holstein und die nord-niederländischen Provinzen dazu, die Zusammenarbeit in Sprach-und Kulturprojekten gemeinsam zu vertiefen und zu untersuchen, an welchen Stellen Kooperationen zwischen Akteuren aus den verschiedenen Regionen gefördert werden können. Eine vertiefte Zusammenarbeit soll zudem im Bereich der Innovation, regionalen Wirtschaftsentwicklung und bei der Weiterentwicklung der Energiewende sowie Herausforderungen des Klimawandels entstehen.

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in Europa, die sich vor allem in nationalen Bestrebungen äußern, wie der Brexit, ist jede grenzüberschreitende Zusammenarbeit nur zu begrüßen und trägt dazu bei, den europäischen Gedanken und gemeinsame Werte zu stärken!

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