NDR-Spendenaktion und Landesmittel stärken die Hospizarbeit

Birte Pauls, MdL Bild: SPD SH

Zu der zurzeit laufenden jährlichen Spendenaktion des NDR „Hand in Hand für Norddeutschland“ erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Die NDR-Spendenaktion kommt dieses Jahr der Palliativ- und der Hospizarbeit zugute, die durch die Auktion von Bildern und Gegenständen endlich einmal im Mittelpunkt stehen und große Aufmerksamkeit für ihre so wichtige Arbeit bekommen. Was für eine kluge Entscheidung! Denn wer beschäftigt sich schon gerne mit Schmerzen und Sterben, wenn man nicht direkt betroffen ist. In diesen Tagen lassen uns aber viele Betroffene und Angehörige übers Radio an ihrem Schicksal teilhaben. Vielen Dank dafür!

Ein ganz besonderer Dank gilt den vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit maximaler menschlicher und fachlicher Zuwendung um sterbenskranke Menschen auf ihrem letzten Weg und um die Angehörigen kümmern. Diese Tätigkeit erfordert ganz viel Stärke, Mut, Professionalität, aber eben auch ein hohes Maß an Mitmenschlichkeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das kann auch nicht jeder. Deshalb haben diejenigen, die sich hier engagieren, diese Aufmerksamkeit verdient! Vielen Dank!

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schon belastend genug für alle Beteiligten. Wenn die Zeit des Abschiedsnehmens dann aber auch noch von großer räumlicher Distanz geprägt ist, ist es eine zusätzliche organisatorische Belastung.

Sechs stationäre Hospize mit z.Zt. 66 Betten reichen nicht aus, um den wohnortnahen Bedarf zu decken. Der Hospiz- und Palliativverband empfiehlt pro 1 Million Einwohner 50 Betten, das wären für Schleswig-Holstein mit 2,8 Millionen Einwohnern 140 Betten. Um die Lücke zu schließen, wollen wir mit diesem Haushalt die wohnortnahe stationäre Hospizversorgung stärken und stellen 500.000 Euro für investive Maßnahmen zur Verfügung.

Zudem finanzieren wir eine landesweite Koordinierungsstelle, die u.a. die ehrenamtlichen Strukturen bei organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben entlasten soll, so dass die Aufmerksamkeit und Zuwendung denen gelten kann, die sie benötigen.

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