Großer Erfolg für das deutsch-dänische Grenzland

Zur heutigen (11.12.2018) Anerkennung des deutsch-dänischen Grenzlandes als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin und stv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

Wir freuen uns gemeinsam mit der Sydslesvigsk Forening (SSF), dem Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) und allen Menschen, die in der Region beheimatet sind, über die Anerkennung des deutsch-dänischen Grenzlandes als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe. Das ist ein großer Erfolg für das Gebiet und die verdiente Würdigung der kulturellen Vielfalt und des Zusammenlebens von Mehrheitsgesellschaft mit den Minderheiten. Unser großer Dank gilt allen Beteiligten, die für die Region einen wirklich nachhaltigen Dienst geleistet haben.

Das deutsch-dänische Grenzland ist ein besonders und positives Beispiel, wie ein lang andauernder Grenzkonflikt friedlich beigelegt werden konnte und wie zugleich die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze weder vertrieben noch assimiliert wurden, sondern ihre Eigenständigkeit bewahren können. Wir haben das Glück, dass unser Grenzland gestärkt aus dem ehemaligen Konflikt hervorgegangen ist. Die Minderheiten unseres Grenzlandes haben darüber hinaus vereint Brücken gebaut und Wege geebnet. Sie haben das Leben im Grenzland geprägt.

Die Idee, das Zusammenleben im deutsch-dänischen Grenzland auf die Liste der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe zu setzen, ist bereits 2016 entstanden und auf den Weg gebracht worden. Ethnische Konflikte flammen weltweit immer wieder auf. In Europa sind heute dank der europäischen Integrationsleistung die meisten dieser Konfrontationen friedlich überwunden, aber einige sind nach wie vor virulent, manche melden sich auch wieder zurück. Gerade vor dem Hintergrund ist die heutige Entscheidung ein großer Erfolg.

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