Pflegekammer bedeutet Selbstbestimmung

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Bezugnehmend auf die aktuelle Berichterstattung zur Pflegekammer in Schleswig-Holstein erklärt die sozialpolitische Sprecherin und stv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

„Die aktuellen Diskussionen machen erneut deutlich: Je höher der Informationstand bei den Pflegenden ist, desto größer ist die Zustimmung.

Anstatt eine online Petition zu unterstützen, die noch nicht einmal aus der Gruppe der Pflegenden direkt gestartet wurde, sollten die großen Chancen mit der Selbstverwaltung konstruktiv begleitet werden.

In der Begrünung der openPetition werden die Aufgaben der Pflegekammer als nicht nachvollziehbar beschrieben. Dabei ist die Aufgabe ganz klar und deutlich: Pflegekräfte müssen wieder so arbeiten können, wie es die Berufsethik vorgibt und Pflegekräfte wissen selbst am besten wie gute Pflege aussieht. Diese Selbstbestimmung räumt ihnen die Pflegekammer ein. Wir sind davon überzeugt, dass diejenigen, die am meisten von Pflege verstehen, ihre Angelegenheiten auch selbst in die Hand nehmen sollen. Erstmals haben die Pflegenden eine eigene und ausschließliche Interessenvertretung, an die sie sich wenden und wo sie sich beraten lassen können. Erstmals gibt es eine Institution, die ausschließlich die Pflegenden und damit auch die zu Pflegenden im Fokus hat und die die Mitglieder mit starker Stimme politisch vertritt.

Ich kann die Bauchschmerzen mit dem Pflichtbeitrag verstehen, aber nur wenn alle Pflegenden Mitglied der Pflegekammer sind, können hoheitliche Aufgaben übertragen werden. Was eine Freiwilligkeit bringt, zeigt sich Bayern: Dort ist der freiwillige Pflegering ein zahnloser Tiger und der Arbeitgeber hat wieder das Sagen!

Ich bin sehr froh, dass CDU und FDP ihr Wahlversprechen, die Kammer wieder abzuschaffen, gebrochen haben und ich bin davon überzeugt, dass wir uns in 10 Jahren fragen werden, warum wir die Pflegekammer nicht schon vorher umgesetzt haben.

Wir bedanken uns herzlich bei der Präsidentin der Pflegekammer, Patricia Drube, ihrem Stellvertreter, Frank Vilsmeier und dem gesamten Team der Ehrenamtlichen, die sich in der Kammer neben ihren anstrengenden hauptamtlichen Pflegeberufen zum Wohle der Pflege und damit zum Wohle der zu Pflegenden einbringen.“

33 Antworten zu “Pflegekammer bedeutet Selbstbestimmung”

  1. Börge Stange sagt:

    Zitat:
    „Anstatt eine online Petition zu unterstützen, die noch nicht einmal aus der Gruppe der Pflegenden direkt gestartet wurde, sollten die großen Chancen mit der Selbstverwaltung konstruktiv begleitet werden.“

    Die, die in die Ämter der Pflegekammer gewählt wurden, haben seit Jahren schon nichts mehr mit der Pflege am Patientenbett zu tun!

  2. Jörg Bartscher sagt:

    Absolut falsch…ich arbeite noch direkt am Patienten, sowie viele meiner KV-Kollegen auch.Oder sie sind mit der Aus-und Weiterbildung der Kolleginnen und Kollegen beschäftigt…ein sehr wichtiger Punkt für unsere Zukunft.
    Viele Grüße und viel Spaß bei der weiteren Informationssammlung…

  3. Andreas Rönnau sagt:

    Die Zwangskammer passt zur SPD. Diese Partei hat die längste Tradition in Volksverrat, Zwangsbeglückung und Desinformation! Die anderen Altparteien folgen ebenfalls diesem sozialistischen Irrweg, die AFD hat sich auf meine Anfrage noch nicht klar positioniert.

  4. Okay Över sagt:

    Was spricht derzeit gegen die Pflegekammer? Fehlende Transparenz..Keine Einbindung der Basis…..Fremdsteuerung durch eine nicht Haftbar zu machende Politik….Fehlendes Berufsverständniss seitens der Kammer…..Inefiziente Verwaltung mit neuem Standesdünkel…Das ist zur Zeit das Bild das die Kammer zeigt.Mich deucht Ich benötige keine Aussagen von SPD Politikern die ohne Sach und Fachverstand Aussagen von sich geben die selbige vermissen lassen.Danke.

  5. Tjark Naujoks sagt:

    Entschuldigung Frau Pauls,

    dass sehe ich komplett anders.

    Je höher der Informationsstand ist, umso höher die Befürwortung?
    Ich setzte mich seit 1,5 Jahren sehr intensiv mit der Pflegekammer auseinander, ein gutes Argument für eine Pflegekammer suche ich vergebens.

    Und es ist auch immer wieder die gleiche Masche, mit der versucht wird, Gegner der Pflegekammer zu verunglimpfen:
    In dem man ihnen vorwirft, sie hätten kein Wissen über die „Möglichkeiten“ der Pflegekammer.

    Doch genau dass haben wir, genau deswegen sind wir gegen die Pflegekammer.

    Der Pflegering sei „ein zahnloser Tiger“.
    Wer im Glashaus soll nicht mit Steinen werfen.

    Und noch was…
    Das ausgerechnet die SPD an der Kammer hängt zeigt, wie sehr sie sich von Ihrem Klientel entfernt hat. Fragen Sie doch mal nach, was ihre alten Kollegen aus denn Schleswiger Krankenhaus zu der Pflegekammer sagen.
    Ich weiß von jetzt schon ca. 150 Unterschriften gegen die Kammer aus den Krankenhaus.

    Für mich ist die SPD seit dem unwählbar geworden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tjark Naujoks

  6. Jens Bahlke sagt:

    Was für ein Blödsinn, der hier von der SPD veröffentlicht wird.
    Der Fizepräsident der PBK S-H ist nicht einmal in der Lage, Fragen nach den Aufgaben und Zielen der Kammer zufriedenstellend zu beantworten.
    Die Kammer wird von den Pflegenden abgelehnt, so wie auch die SPD.
    Macht weiter so. Schafft Euch selbst ab!
    Wir schaffen die Kammer ab.

  7. Anja Kuczera sagt:

    NIE in meinem Leben fühlte ich mich so fremd bestimmt wie heute.

    Ich glaubte an das, was ich lernte und ich lernte, weil ich es wollte.

    Meine Motivation war es stets, den Menschen zu helfen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, so schlimm ihre Situation auch sein mag.

    Heute wollen andere bestimmen, was meine Motivation und meine Ideale zu sein haben.

    Menschen, denen es nicht mehr reicht, was vielleicht auch einmal ihr Ideal war. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was ehemalige Kollegen dazu bewegt, dass sie uns ihre Phantasien von einem höheren Wohl aufzwingen wollen und sich das ganze von uns auch noch finanzieren lassen.

    Ganz oft, wenn ich diese „Oberen“ reden höre und ich denke: „Das kann doch nicht euer Ernst sein?“ , dann hoffe ich immer noch auf den Moment, wo der/diejenige die Maske runter reisst und “ Oma Freese“ ruft: „Neeee – Oma macht nur Spaß!“…

  8. Klaus Hens sagt:

    Frau Pauls, Sie schreiben in Ihrem Lebenslauf, dass Sie Mitglied sind in: Ver.di, AWO, DRK, Johanniter, ev. Kirche, SSF (Sydslesvigsk Forening), Holmer Beliebung, Freundeskreis Sankt Johannes Kloster vor Schleswig,
    Förderverein der Kirchenmusik am Schleswiger Dom,
    Speeldeel, Freundeskreis Hospizdienst Schleswig, Schirmherrin des Fördervereins Paliativmedizin Kiel e.V..
    Soweit, so gut. Warum führen Sie die Zwangspflegeberufekammer nicht auf? Sie sind qua Ausbildung und Tätigkeit, bei der Sie ab und zu auf Ihr Wissen aus dieser Ausbildung zurückgreifen – könnten – dort Zwangsmitglied und haben doch sicherlich freiwillig schon lange den Höchstbeitrag überwiesen, oder?

  9. Mechthild hürter sagt:

    Die Zwangspflegekammer bedeutet Fremdbestimmung , was daran haben Sie nicht verstanden ? Offensichtlich haben Sie sich mit der Thematik überhaupt nicht auseinander gesetzt und plappern munter nach, was die Zwangskammer vorgibt

  10. Sabine Klau sagt:

    Ja Frau Pauls
    Es wirkt so , als wenn Sie sich gerne auf die Fahnen schreiben möchten “ Ich habe in meiner politischen Laufbahn die Pflegekammer mit Zwangsabgaben mit gegründet „❗❗
    Die SPD stand mal vor vielen Jahren für die Arbeitnehmer , aber das ist leider lange her❗❗

  11. Evi Gronewold sagt:

    Ich bin gegen die Zwangsmitgliedschaft einer Institution, die keinerlei Nutzen für mich hat. Mir wird ein weiteres Kontrollorgan vorgesetzt, welches ich nicht wünsche. Mal abgesehen davon, dass Gesetze ausgehebelt und mir abgesprochen werden (Datenschutzgesetz, meine Selbstbestimmung und meine Freiwilligkeit) das ist schon sehr erschreckend, sowas in einer Demokratie erleben zu müssen! Die Kammer schützt die Alten/Kranken vor unsachgemäßer Pflege/Versorgung!!! Vielleicht wäre der erste Schritt die Privatisierung der Einrichtungen/Krankenhäuser aufzuheben, um weitere Lohndumping und Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Pflegenden und das bereichern der Aktionäre zu verhindern! Wir wollen mehr: Zeit, Personal um eine gute Pflege gewährleisten zu können!!!!! Mal bitte drüber nachdenken…..

  12. A.K. sagt:

    Fr. Pauls,

    wie man in einer Demokratie dermaßen auf den Wunsch der Wähler pfeifen kann, ist mir unerklärlich. Die verdammte Pflegeberufekammer wird von den Pflegenden übrigens auch gerade nach und nach abgewählt, was Ihnen aber auch Wurscht sein dürfte. Bei mir im Betrieb wurde die Petition von 100 % der Mitarbeiter unterschrieben. In Niedersachsen kamen 50000 Unterschriften zusammen, ist aber auch egal, oder wie? Warum auch die fragen, die mit dem Mist leben und ihn bezahlen müssen? Würde Sinn machen, also lassen wir das lieber, oder wie?

    Mich machen sie nur noch wütender.

    Danke für nichts!

  13. Bianka Simic sagt:

    Ich bin auch fuer Selbstbestimmung der Pflege durch die Pflegenden. Wie ich die erreiche? Indem eine Vollbefragung aller Pflegekräfte stattfindet! Da der Datenschutz ja eh ausgehebelt wurde, um unsere Daten von unseren Arbeitgebern zu erhalten und somit fast alle Pflegekräfte nun zwangsregistriert sind, steht einer Vollbefragung ja nichts mehr im Weg!

    Und ganz ehrlich – den Gegnern zu unterstellen, sie waeren einfach uninformiert ist eine Frechheit sondergleichen. Das ist eine Respektlosigkeit allen Pflegekräften gegenüber, die die Kammer aus den unterschiedlichsten Gründen ablehnen.

    Ich bin eine Pflegefachkraft und arbeite seit meinem Exen vor 21 Jahren in meinem Beruf. Das, was schief läuft in der Pflege, das hat die Politik zu verantworten, mit die SPD. Soziale Politik macht Ihr schon lange nicht mehr! Mich habt Ihr vor einigen Jahren als Wähler verloren und bleibt für mich auch weiterhin unwählbar.

    Was akut benötigt wird für eine gute Pflege sind bessere Arbeitsbedingungen und fairer Lohn. An beidem kann die Kammer nichts verändern.

  14. Kay Christophersen sagt:

    Die Pflegekammer ist geschaffen worden, um zum einen den Staat von seinen Aufgaben zu entbinden und ehemaligen Pflegekräften, die sich für etwas besseres halten einen warmen, von uns bezahlten Platz zu bieten. Frau Drube lässt keine Gelegenheit aus, zu betonen, dass der Vorstand ehrenamtlich arbeitet. Trotzdem erhält jedes Mitglied im Durchschnitt fast 9000,-€ im Jahr, das nennt man jetzt Aufwandsentschädigung. Wofür, wenn man ehrenamtlich arbeiten will? fragen sie mal ein Mitglied der Feuerwehr, da gibt es so etwas nicht. Und wer legt denn nun die zu bearbeitenden Themen fest, wir? Nein, das ist alles schon im Gesetz festgehalten, worum sich die PBK zu kümmern hat, obwohl es schon vorher geregelt war. Unsere Themen und Forderungen kommen da nicht vor, Wir werden mit weiterer Bürokratie und Fremdbestimmung von Leuten drangsaliert, die vor ewigen Zeiten mal selbst gepflegt haben. Also, sofort abschaffen und es stehen weitere 40 Pflegekräfte für die Pflege zur Verfügung. Genau das wollen Frau Drube und ihre 39 Mitstreiter aber nicht, deshalb haben sie auch Angst vor unserer Petition und den möglichen Folgen.

  15. Jens Mette sagt:

    …. das die Politik der SPD sich schon länger auf der Intensivstation befindet ist wahrscheinlich bei Ihnen noch nicht angekommen. Indem Sie solche “ Propagandaaussagen “ tätigen, dem Bürger weiß machen wollen wie toll sozial die SPD doch ist, schaufelt sich die SPD IHR EIGENES politisches Grab.

  16. Anna sagt:

    Frau Pauls,
    Eine Vollbefragung aller Pflegefachkräfte muss stattfinden!!! Wir leben in einer Demokratie und sich einfach über die Köpfe der Pflegefachkräfte hinweg zu setzen, diese zwangsverkammern und zu Beiträgen verpflichten ist unterste Schublade! Meinen Sie wirklich, dass die Akademiker der Pflegekammer noch Überzeugungsarbeit leisten können. Das Vertrauen ist längst verspielt. Die Mehrheit ist gegen eine Kammer in der jetzigen Form…und die Kammergegner sind die wahre Stimme der Pflege und lassen sich nicht für dumm verkaufen.

  17. M.Cramer sagt:

    Die SPD hat das sozial aus ihrem Namen verloren/ abgelegt. Sie sehen auch die Bedürfnisse der Wähler nicht mehr, daher ist diese Partei, genau wie die Grünen nicht mehr Wählbar für Pflegekräfte…
    #unwählbarfürpflegekräfte

  18. Jürgen sagt:

    Ich bin in Niedersachsen betroffen und im Gegensatz zu den Behauptungen habe ich mich schon einige Zeit informiert. Die ständigen Beleidigungen seitens der SPD werden kein Vertrauen zurück gewinnen, was ihr super Kanzler verspielt hat.
    Die Pflegekammer soll die Bürger vor schlechter Pflege schützen- bezahlt von den Pflegekräften. Schlechte Pflege gibt’s weil die Politik die Pflege als Markt ansieht. Also wäre eine Politiker Kammer angebracht, gezahlt von der Politik, die dann ein verhaltenskodex bekommen. Und bei beschweren gibt’s Sanktionen.

  19. Sönke Zbytni sagt:

    Ihr Beitrag zeigt wieder einmal, wie weit entfernt Sie von den Pflegenden sind, denn je mehr ich mich mit dem Thema befasse, umso mehr lehne ich diese Kammer des Schreckens ab. Und genau so geht es vielen meiner Kollegen. In meinen Augen ist diese Institution lediglich dazu gedacht, ihr eigenes politisches Versagen der letzten Jahre zu kompensieren. Sie hatten doch jahrelang die Möglichkeit, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um die Pflege nicht dahin geraten zu lassen, wo sie jetzt ist. Die Kammer hat doch noch nicht einmal die Möglichkeit irgendetwas zu verändern, da sie keine entsprechende Legitimation hat, sondern nur empfehlen kann und am Ende ist es wieder die Politik, die entscheiden muss. Da fühle ich auch nicht die geringste Selbstbestimmung, und bezahlen können wir diesen ganzen ungewollten Blödsinn auch noch. Wobei wir bei dem nächsten Thema wären, die (Zwangs-)Beiträge. Diese empfinde ich als viel zu hoch. Es kommen jährlich Beiträge von geschätzten über 3 Millionen Euro zusammen, tendenziell steigend. Für einen Apparat, der lediglich Maßnahmen empfehlen kann! Ich fühle mich jedenfalls mehr denn je fremdbestimmt und bin entsetzt, dass Sie trotz immer lauter werdender Kritik und Unzufriedenheit das Gefühl verbreiten, mit dieser Kammer alles richtig gemacht zu haben.

  20. K.Mathewes sagt:

    Ich kann mich einigen vorherigen Kommentaren nur anschließen: wir Pfk sollen nun zumindest „optisch“ für die Verfehlungen ( freundlich formuliert) der Politik im Gesundheitswesen der letzten Jahre zahlen.Für das Versprechen auf „Lobbyisten“,die sich nach Ermessen für „unsere“ Interessen einsetzen!? Nun,unser Interesse liegt NICHT in einer Pflegeberufekammer! Und unser Interesse zählt!! Denn sowohl als Wähler als auch als Pfk haben wir die freie Wahl.Wollen sie tatsächlich riskieren,das weitere Pfk sich GEGEN ihren Beruf entscheiden? Dann argumentieren sie weiter so. Ich hoffe für unsere Patienten,das es in den Köpfen unserer Politik „Klick“ macht….

  21. Amanda sagt:

    Die Zwangspflegekammer kontrolliert und überwacht. Die Zwangspflegekammer ist für die ganze Bevölkerung da, aber nur Pflegende zahlen. Die Politik der letzten 40Jahre hat das Gesundheitswesen und damit auch die Pflege gegen die Wand Gefahren. Jetzt, 5 nach 12 sollen die Pflegenden das Ding noch schnell Retten, wobei die Politiker*innen beim Zerstören des Pflegeberufs verdammt viel Geld verdient haben.
    Ich soll zahlen für eine Kammer die nicht meine Interessen vertritt. Meine Interessen sind ein soziales Gehalt mit dem auch meine Rente sicher ist, also mindestens 4000€ Brutto. Meine Interessen sind mehr Kolleg*innen. Die erhält man in dem der Beruf attraktiver gestaltet wird. Und was glauben sie ist für junge Menschen ein attraktiver Beruf? Meine Interessen sind weiterhin das ich meine Arbeit qualitativ gut gestalten kann, das geht aber nicht mit einem Schüler oder einer KPH, also zwei für 28 Patient*nnen. Mein Interesse ist das der wirtschaftliche Wettbewerb von Krankenhäusern aufhört, denn damit ging die Pflege zugrunde. Für diese Interessen setzt sich die Pflegekammer NICHT ein.
    Selbstbestimmt nach ethischen Grundsätzen arbeiten, kann ich auch ohne Kammer.
    Selbstbestimmung mit der Kammer gibt es nicht, da ich nichts mit entscheiden darf.
    Desweiteren fehlt noch inner eine Befragung aller Pflegefachkräfte.
    Mein Eindruck ist, dass Sie die die derzeit Pflegenden als dumm hinstellen, wenn Sie sagen das mit höherem Informationsstand auch höhere Zustimmung zur Pflegekammer erfolgt. Ich bin sehr gut informiert, und zwar so gut das ich mir ein Urteil gegen die Kammer erlauben kann. Die Zwangspflegekammer wird die Situation der Pflege nicht verbessern. Die Situation der Pflege wird nur besser wenn das Gesundheitswesen aus dem ökonomischen Wettbewerb herausgenommen wird, wenn endlich aufgehört wird mit Krankheiten reich zu werden, wenn endlich aufgehört wird mit Dialyse oder Chemotherapien bei Menschen die sich schon auf den Weg ins Jenseits befinden, damit das Krankenhaus noch ein paar tausend Euro verdient, damit es bei den knappen Budgetierungen weiter existieren kann. Das wird die Pflegekammer nicht ändern!
    Frohe Ostern.

  22. Oke Lorenzen sagt:

    Die damalige Landesregierung hat eine Unfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war gegen eine PBK, das hat der Politik nicht gefallen – und dennoch wurde die PBK eingeführt und seither wird mit halben Wahrheiten aus der Umfrage Dir Bevölkerung Schleswig-Holsteins in dir Irre geführt. Dieses Absichtlich zu tun ist für mich Lügen und Betrügen!

  23. A.K. sagt:

    Übrigens würde die Petition begründet, nicht „begrünt“.

  24. Claudia Hellwig sagt:

    Die Pflegekammer ist eine Zwangskammer….es sollte jeder Pflegekraft selbst überlassen sein in diese einzutreten oder nicht … Vollstreckungsmaßnahmen bei Nichtzahlung der Zwangsbeiträge schaffen kein Vertrauen …so wird ein Massenaustieg der Fachkräfte aus der Pflege provoziert

  25. Wilke, Angelica sagt:

    Genau Pflegekräfte wissen sehr genau , wie gute Pflege aussieht , man muss ihnen nur die entsprechenden Voraussetzungen dafür geben !
    Das schafft aber keine Pflegekammer, schon gar nicht wenn sie von den meisten Pflegekräften abgelehnt wird ! Man muss sich nur mal deren Haushaltsplan ansehen ! Was man mit dem Geld alles in der Pflege verbessern könnte! So ein Bürokratiemonster brauch kein Mensch , sie können weder unsere Arbeitsbedingungen , noch unsere miese Bezahlung verändern , noch für mehr Personal sorgen ! Aber liebe SPD macht weiter so , dann gehen noch mehr Pflegekräfte von der Pflege weg und sagt hinterher nicht , Ihr seid nicht gewarnt worden ! Außerdem hat sich die PK Niedersachsen durch Lügen , Inkompetenz , Erpressung , Arroganz und Drohungen so unglaubwürdig gemacht , das sie in der jetzigen Form nie von uns Pflegekräften anerkannt und akzeptiert wird !

  26. stephanie sagt:

    Die Freiheit des Menschens liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will (Rousseau). In diesem Sinne gedacht bleiben der einzelnen Pflegfachkraft leider nicht allzu viele Handlungsoptionen, wenn sie nicht Mitglied sein möchte.

    Sie könnte nur einmal mehr enttäuscht die Situation erduldend in Kauf nehmen und ihre Mitgliedsbeiträge zähneknirschend von ihrem ohnehin zu tiefen Lohn begleichen oder gar ihren geliebten Beruf aufgeben, weil das Fass nun voll ist.

    Letztlich bliebe die Möglichkeit dorthin zu gehen, wo die Freiheit noch überaus wertgeschätzt wird. Eine gute Option wäre dann sicher auch Bayern oder zB die Schweiz. Wo sie sich dann vielleicht sogar freiwillig in einem Berufsverband engagiert. Eben freiwillig!

  27. A. Tilsner sagt:

    Sehr geehrte Frau Pauls,

    Sie unterstellen in Ihrer Stellungnahme: „Je höher der Informationstand bei den Pflegenden ist, desto größer ist die Zustimmung für die PBK.“ Das steht im absoluten Widerspruch zu meinen Beobachtungen, je mehr sich die Betroffenen mit dem Thema auseinander setzen umso mehr wächst die Ablehnung dieser Institution. Es wird immer deutlicher, dass es sich um eine, von der Politik geschaffene, Einrichtung handelt deren Sinn und Zweck die Verwaltung des Pflegenotstandes ist, zu dem es kommen konnte, weil eben diese Politik in den letzten Jahrzehnten bei diesem Thema kläglich versagt hat.
    Ihre Aussage: „Anstatt eine online Petition zu unterstützen, die noch nicht einmal aus der Gruppe der Pflegenden direkt gestartet wurde, sollten die großen Chancen mit der Selbstverwaltung konstruktiv begleitet werden“, ist mehr als peinlich! Es sollte Warnung und Denkanstoß sein, wenn nicht direkt Betroffene Personen sich in dieser Art und Form Gedanken darüber machen. PFLEGE GEHT ALLE ETWAS AN und jeder der nicht betroffen ist, kann sich glücklich schätzen. Die Petenten kommen aber zum allergrößten Teil aus der Pflege oder sind als zu pflegende Menschen oder Angehörige direkt betroffen.
    Ich zitiere weiter aus Ihrem Beitrag: „In der Begrünung der openPetition werden die Aufgaben der Pflegekammer als nicht nachvollziehbar beschrieben. Dabei ist die Aufgabe ganz klar und deutlich: Pflegekräfte müssen wieder so arbeiten können, wie es die Berufsethik vorgibt und Pflegekräfte wissen selbst am besten wie gute Pflege aussieht. Diese Selbstbestimmung räumt ihnen die Pflegekammer ein.“ Hierüber müsste ich Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wie sollen die PBK oder deren Mitglieder denn einen angemessenen Rahmen schaffen, in dem eine gute Pflege möglich ist? Lesen Sie sich doch bitte die Aufgaben der Pflegekammer noch einmal durch, ich habe gerade den Eindruck gewonnen, dass sie das bisher versäumt haben. Anderenfalls würde ich mich über die Beantwortung, der eben gestellten Frage, sehr freuen.
    „Erstmals gibt es eine Institution, die ausschließlich die Pflegenden und damit auch die zu Pflegenden im Fokus hat und die die Mitglieder mit starker Stimme politisch vertritt.“ Auch hier wieder eine absolute Falsch Aussage, die meine Vermutung untermauert, dass Sie die Aufgaben der PBK nicht wirklich kennen.
    „Was eine Freiwilligkeit bringt, zeigt sich in Bayern: Dort ist der freiwillige Pflegering ein zahnloser Tiger und der Arbeitgeber hat wieder das Sagen!“ In welcher Art ist die PBK den Arbeitgebern weisungsbefugt, bzw. wurden diese mit ins Boot geholt? Auch eine Frage, die Herr Vilsmeier nicht beantworten konnte oder wollte, als er am 15.04.2019 in Elmshorn dazu befragt wurde.
    „Ich bin sehr froh, dass CDU und FDP ihr Wahlversprechen gebrochen haben“ Frau Pauls, das schafft kein Vertrauen zur Bevölkerung und ich bin beschämt eine solche Aussage von einer Volksvertreterin zu lesen. Da wundert es mich nicht, dass die Menschen rein gar kein Vertrauen mehr in die Politik haben. Wahlversprechen scheinen in Ihren Augen nicht mehr als reine Werbung zu sein, deren Einhaltung dann ähnlich einer Lotterie eingehalten werden können oder auch nicht. Da scheint mir ja jede Butterfahrt mit Verkaufsangeboten, bei denen gutgläubigen Senioren das Geld aus der Tasche gezogen wird, seriöser zu sein.
    Ich bedanke mich bei Ihnen für dieses Statement, welches mir einmal mehr deutlich macht, wie wichtig die Aufklärung und Information zu diesem Thema ist und ich meine eine wahre, gut fundierte Aufklärung, bei den Pflegenden, zu Pflegenden und denen die es vielleicht einmal werden, also bei allen Menschen.
    In diesem Sinne #nopbksh#

  28. Sonnenberg sagt:

    So, dann mal den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus angeschrieben, er war der Präsident des Deutschenpflegerats ( DPR) und maßgeblich mit an den Installationen der Pflegekammern beteiligt. Ich kenne ihn persönlich! Ich bin gespannt!

    Guten Morgen,

    Ich möchte Ihnen die Antwort des Bundesgesundheitsministerium zu meiner Frage, ob ein Stimmrecht der Pflegekammer beim G-BA vorgesehen ist, zukommen lassen.Die Antwort ist kurz gesagt, nein!

    Damit ist eines der wichtigsten Argumente für eine Pflegekammer hinfällig! Für mich übrigens das Einzige, pro Kammer.

    Wir Pflegekräfte haben keinen Nutzen durch die Kammer. Wir haben durch die Kammer kein politisches Mitspracherecht im GbA, die Kammer darf nur beraten, sie hat kein Stimmrecht. Dabei hat die Beratung durchaus schon ohne Pflegekammer stattgefunden, zB vom Deutschen Pflegerat.

    Die Arbeitsbedingungen können durch die Kammer nicht verbessert werden.

    Für typische Aufgaben einer Pflegekammer wie Qualitätssicherung sowie Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung gibt es bereits bundes- oder landesgesetzliche Regelungen. Pflege braucht keine Kammer, sondern mehr Personal, ausreichend Refinanzierung und bessere Arbeitsbedingungen, Eine Kammer richtet sich nur an Fachkräfte, Hilfskräfte bleiben außen vor. Ich fühle mich auch nicht mehr Wertgeschätzt, im Gegenteil, ich empfinde die Pflegekammer mit ihren finanziellen Belastungen und der Zwangsmitgliedschaft als zusätzliche Last.

    Seit Jahren wurde durch Landes- und Bundespolitische Rahmenbedingungen ( Investitionstau, DRGS) die Pflege ökonomisiert, daraus resultieren Arbeitsverdichtung und Personalmangel,also MANGELDE Pflegequalität. Nun wird die Pflegekammer installiert um die Pflegequalität zu sichern, das ist Realsatiere. Uns wird das als Selbstverwaltung und Aufwertung des Berufs verkauft. In erster Linie geht es doch darum, dass Problem der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung an eine andere Institution abzugeben, die wir dann auch noch finanzieren.

    Die Idee hinter der Pflegekammer mag gut sein, der Gedanke das Pflege sich organisiert!
    Leider sind die Aufgaben der Kammer nicht dazu gemacht unsere primären Probleme zu lösen. Sie hat die Aufgabe die zu Pflegenden zu schützen und nur hier in Deutschland wird der Aspekt eine Interessenvertretung für die Pflegenden sein zu wollen, eingebracht.

    Das größte Problem die Patienten zu schützen ist aber doch hier in Deutschland nicht die MANGELDE Professionalität der Pflegekräfte, nein hier ist das größte Problem Personalmangel und massive Arbeitsverdichtung! Das aber sind Probleme auf die Kammer keinen Einfluss hat und das wissen die Pflegekräfte auch. Das Problem ist doch, wie übrigens nicht nur hier in Deutschland, dass Gesundheitsversorgung ein Markt ist, mit dem viel Geld zu verdienen ist. Das ist durch unsere neoliberale Politik forciert worden. Das nimmt Einzug in die Heime, Krankenhäuser, Pflegedienste inzwischen auch in die MVZ. Der Staat verabschiedet sich von der Daseinsversorgung hin zur Wirtschaftsunternehmen. Grundsätzlich ist mit Krankheit viel Geld zu verdienen, nicht mit Gesundheit. Gespart wurde logischerweise beim Personal, dazu muss man nicht Betriebswirtschaft studieren haben. Das Ärzte nicht soo massiv betroffen sind wie die Pflegekräfte mag auch mit ihrer Lobby zusammenhängen, aber ohne Ärzte keine lukrativen OP, s Herzkatheter usw was gerade unter den DRGS am Besten abgerechnet wird. Pflegekräfte einzusparen und outzusourcen was outzusourcen geht fällt erstmal nicht so auf. Es geht ums Geld und Pflegekräfte bringen nun mal kein Geld, sie kosten nur!
    Solange dieser Gedanke der Gewinnmaximierung unser System beherrscht, genauso lange wird nicht passieren AUCH nicht mit Kammer!

    Diese Diskussion um den Begriff Interessenvertretung .Da liegt für die Politik und andere Player die Möglichkeit diesen Begriff für ihre Zwecke zu instrumentalisieren! Der Begriff Interessenvertretung meint im Zusammenhang mit Kammer „nur“ unser Interesse an Professionalisierung, unser Interesse bei politischen Entscheidungen zu beraten usw.

    Es geht dabei NICHT um bessere Arbeitsbedingungen oder um gute Bezahlung!
    Das wird aber immer automatisch in Zusammenhang gebracht! Das ist DER wesentliche Punkt! Das müssen nicht informierte Kollegen wissen und auch die Bevölkerung! Das was Kammer zu den üblichen Aufgaben haben müsste um wirklich etwas zu bewegen, nämlich ein Stimmrecht beim GBA und zwar nicht nur für die Pflege, sondern AUCH für die Patientenvertreter, bekommt sie nicht! Denn dann und nur dann, wäre vielleicht das Spiel nicht mehr Schach auf einem Monopoly Spielfeld!

    Minister Laumann sagt hier , er wirbt für die Pflegekammer, da fairer Lohn und gute Arbeitsbedingungen wichtig sind! Vielleicht sollten IHM mal die Aufgaben der Kammer erläutert werden und besonders wo Kammer keinen Einfluss hat! ZITAT:“Dieser Kammer sollen laut Laumann nach und nach auch staatliche Aufgaben übertragen werden. Er erinnerte daran, dass es für die Altenpflege darum gehe, auf Augenhöhe mit anderen Berufen zu kommen. „Der faire Lohn ist nichts anderes als der Tariflohn. Einseitig festgelegte Löhne sind nie faire Löhne.“ Zudem sei es wichtig, an die „Arbeitsbedingungen dranzugehen“

    https://www.google.com/…/3696221-Karl-Josef-Laumann-zu-Gast…

    In Niedersachsen wird das genauso gehandhabt siehe hier:

    ZITAT: Zitat Gesundheitsministerium Niedersachsen Frau Reimann:
    Sie erhoffe sich von der neuen Pflegekammer in Zukunft mehr Gewicht, was Tarife und Personaluntergrenzen angehe. https://www.weser-kurier.de/…/osterholzer-kreisblatt_artike…

    Oder wird das bewusst so formuliert?

    Mich macht das nur noch fassungslos. Scheinbar wird nicht verstanden, das es wichtiger ist auf die Toilette zu gehen, als ein Buch zu lesen,das ist natürlich im Übertragenen Sinn zu verstehen. Ich lese gerne!

    Die Pflege hat auf den unteren Bedürfnisebenen große Probleme!

    Es muss zwingend Kontakt mit der Pflegebasis hergestellt werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Monika Sonnenberg

  29. Stephan Grützner sagt:

    Schön zu hören das der politische Vertreter eine freiwillige Kammer, wo die Pflegekräfte nichts zahlen müssen als „Dort ist der freiwillige Pflegering ein zahnloser Tiger und der Arbeitgeber hat wieder das Sagen!“ tituliert. Dort zahlt das Land die Kammer. Wenn dort also der Pflegering ein zahnloser Ziger ist, dann wird hier der Zwang einen gefährlichen Tiger züchten und zwar der Politik gegen über. Aber wenn sie, Frau Pauls sich richtig informiert hätten, die Kammer als solches wird nicht abgelehnt, sondern der Zwang und die Tatsache, das die Kammer die Probleme der Pflegenden lösen kann. Sie beseitigt nicht den Pflegenotstand und sie bringt den Pflegenden auch nicht den so dringenden benötigten finanziellen Aufstieg. Der Beruf ist mit Abstand der belasteten und unterbezahltesten Beruf den es gibt und sie finden es richtig das die Pflegenden weiter belastet werden. Von einer sozialen Partei hätte ich etwas anderes erwartet. Und die Tatsache „Ich bin sehr froh, dass CDU und FDP ihr Wahlversprechen, die Kammer wieder abzuschaffen, gebrochen haben“ lässt tief blicken, denn sie zeigt, das die politischen Aussagen nicht ernst genommen werden können. Denn wenn sie unbequem werden, kann man sie einfach revidieren. Sie haben sich damit disqualifiziert und sich den Gesundheitsbereich zu einem Feind gemacht.
    Früher hatte ich gedacht, die Belange der Bürger sind für die SPD wichtig und richtig, nun erkenne ich leider, sie ist lediglich eine Aussage ohne Inhalt.
    Mit der Kammer haben sie als politische Partei die Probleme, die seit vielen Jahrzehnten existieren, einfach abgegeben. Denn jetzt müssen sie sich nicht mehr direkt mit dem Problem beschäftigen. Sie brauchen nur noch zuhören und können zu allem „NEIN“ sagen, denn sie haben ja keine Verantwortung mehr.
    WIR sagen NEIN und geben es wieder zurück. ZWANG braucht keiner und wird auch zu keiner GERECHTIGKEIT führen!!!!!!!!!
    #nopbksh#

  30. Pflegestimme sagt:

    Wünsche Schöne freie Ostertage gehabt zu haben.
    Die, die gewählt werden haben nichts zu entscheiden. Die, die entscheiden werden nicht gewählt.
    Die SPD hat das Vertrauen vieler Wähler verloren bei der gemeinsamen Implementierung der Pflegekammer und das ist gut so.
    Die Pflegekräfte dafür zahlen zu lassen, für ein weiteres Kontrollgremium im Konstrukt Gesundheitssystems welches nicht Ansatzweise auf Augenhöhe agieren kann. Auch eine Bundespflegekammer wird im Konstrukt Gesundheitssystems nicht das erwünschte Mitspracherecht erhalten.

    Werte SPD, sowie alle anderen Parteien, implementieren sie lieber eine Kammer für Politiker. Die Mitgliedereinnahmen bei 0,4% sind hierbei nicht gering.
    Tschüss SPD

  31. Ines Lobitz sagt:

    Werte Frau Pauls,
    ich arbeite und arbeitete schon immer so, wie ich es in meiner Ausbildung, diversen Fortbildungen und in meiner Fachweiterbildung gelernt habe. Dafür brauche keine Pflegekammer, in der ich UNGEFRAGT Mitglied sein MUSS und die ich zwangsweise bezahlen MUSS. Das nennt sich versteckte Gehaltskürzung! Die Kammer wird nicht einmal ansatzweise den Pflegenotstand verbessern, nein sie wird diesen nur „verwalten“. Und niemand, außer ICH SELBST, weiß am besten, wie gute Pflege durchzuführen ist, aber dafür brauchen wir mehr Personal und ganz sicher nicht diese Kammer. Ich war einmal überzeugte Wählerin Ihrer Partei… aber die Zeiten sind ab jetzt ENDGÜLTIG vorbei!

  32. Peter Hunold sagt:

    Liebe Frau Pauls,

    … und wieder einmal werden die, die gegen die Kammer sind, als dumm und uninformiert dargestellt.

    Macht die Pflegekammer auch immer, besonders gern der von Ihnen erwähnte Herr Vilsmeier.

    Und nein, es geht nicht nur um den Pflichtbeitrag.

    Vielen, so wie mir, geht es um die unserer Meinung nach undemokratischer Art und Weise, mit der eine Interessenvertretung installiert wird, die Interessen vertritt, die nicht diejenigen der Pflegenden sind.

    Hochschulprofessoren, Manager , Unternehmensberater und selbstständige Unternehmer, wie sie in den Reihen der bereits existierenden Pflegekammern und im Deutschen Pflegerat vielfach Sitz und Stimme haben, sehen viele von uns nicht als die Vertreter ihrer Interessen.

    Insbesondere auch deshalb nicht, weil sie die entscheidenden Probleme der Pflege, schlechte Bezahlung und zu wenig Personal, bewußt nicht zu ihrem Aufgabenbereich zählen.

    Und etabliert wird dieses System, das übrigens mit den Pflegehilfskräften eine große Gruppe der in der Pflege Tätigen explizit ausspart, weil sie weniger als drei Jahre Ausbildung haben, von einem Berufsverband, der bundesweit nach eigener Aussage 28000 Mitglieder hat.

    Dieser Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK [sic!]), der ca. 2-2,5% der Pflegenden repräsentiert, hat es durch jahrzehntelange Lobbyarbeit geschafft, ein Modell der «beruflichen Selbstverwaltung» zu etablieren, das von einem großen, wenn nicht sogar dem größten Teil der Pflegenden abgelehnt oder ignoriert wird.

    Trotzdem soll dieses System bundesweit installiert werden, und zwar als KöR.

    Ein System, das den einzelnen Pflegenden keine persönlichen Vorteile bringt, da es ihn lediglich registriert, reglementiert und kontrolliert.

    Indem es ihn beispielsweise zu Fortbildungen zwingt, die er selbst bezahlen muss.

    Gezwungen wird er ebenso zur Mitgliedschaft in dieser Kammer, da er sonst seinen erlernten Beruf nicht ausüben darf.

    Für seinen Arbeitgeber hat das den Vorteil, dass der Angestellte für seine Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung selber zahlen muss, um die Legitimation nicht zu verlieren.

    Als Grund für die Zwangsmitgliedschaft wird übrigens in einem mit vorliegenden Schreiben des von der SPD geführten Gesundheitsministeriums Niedersachsen angegeben, dass «die Zwangsmitgliedschaft für eine demokratische Legitimation unabdingbar sei».

    Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen als Demokratin und Genossin und Kollegin geht – in meinen Augen passt das Präfix «Zwang» wohl eher zu einer anderen Staatsform als der Demokratie …

    Abschließend nur noch soviel: in meinen Augen ist die geplante Einführung der Pflegekammern in 16 Bundesländern plus einer Bundespflegekammer kein Mittel zur Behebung von Mängeln und zur Verbesserung der desaströsen Umstände in der deutschen Krankenpflege.

    Dieses System ist vielmehr in meinen Augen ein Beispiel für erfolgreiche Lobbyarbeit von Pflegekonzernen, Arbeitgebern und kommerziellen Anbietern von Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung.

    Unter dem Deckmantel der «beruflichen Selbstverwaltung».

  33. Silke Graff sagt:

    Ich suche nun schon sein 2016 nach Antworten, was die PBK für die Pflegenden verbessern kann. Ich bekomme keine klaren Aussagen, auch nicht direkt von den Kammermitgliedern. Sie können nicht für bessere Pflegeschlüssel einstehen noch für gute Arbeitsbedingungen und ausreichende Entlohnung. Das Fortbildungsargument ist ein Lacher. Mein Arbeitgeber sorgt hier sehr gut für mich.
    Ich lasse mich gern von Fakten für die Sinnhaftigkeit einer Kammer überzeugen. Diese kennt aber niemand. Somit gehe ich davon aus, dass mein Beitrag für die Verwaltung aller Pflegenden genutzt wird, um Leuten eine Scheinaufgabe zu geben, damit sie sich weiter profilieren können, obwohl die meisten es doch schon in Berufsverbänden tun. Ich frage mich auch, was für diesen Beitrag andere Kammern Ihren Mitgliedern bieten, die ein wesentlich höheres Einkommen haben als wir Pflegekräfte.

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