Kurzzeitpflege bedarfsgerecht sicherstellen

Bild: SPD

Zu dem Antrag, „Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein bedarfsgerecht sicherstellen“, erklärt unsere sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

„Kurzzeitpflege ist für Pflegebedürftige und Angehörige ein wichtiges Angebot in der Gesundheitsversorgung. Aus Gesprächen mit den Pflegestützpunkten und pflegenden Angehörigen im Land wird deutlich, dass die Plätze für Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein nicht ausreichen und es sehr schwer ist, nach einem Krankenhausaufenthalt einen Platz zu finden. Ambulante Pflegedienste können diese Lücke nicht auffangen. Des Weiteren können pflegende Angehörige oftmals ihren gesetzlichen Anspruch auf Entlastung aufgrund des Platzmangels nicht realisieren.

Wir haben die Verbesserung der Situation in der Kurzzeitpflege schon im letzten Jahr im Landtag gefordert, jedoch wurde unser Antrag ohne weitere Anhörung und Beratung abgelehnt. Die Kurzzeitpflege wird nun auch im Bundestag durch den Antrag der Regierungskoalition „Kurzzeitpflege stärken und eine wirtschaftlich tragfähige Vergütung sicherstellen“ (19/16045) diskutiert und gestärkt, wie von der Jamaika-Koalition gefordert. Jetzt erwarten wir, dass auch das Land seiner Verantwortung gerecht wird. Andere Bundesländer haben schon Programme zur Stärkung der Kurzzeitpflege aufgelegt. Wir erneuern mit unseren Antrag daher die Forderung nach einem Konzept für eine bedarfsgerechte Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein.“

Unser Antrag fordert die Landesregierung auf, ein Konzept im Bereich der Kurzzeitpflege für Schleswig-Holstein zu entwickeln, das

  • ein bedarfsgerechtes und wohnortnahes Angebot an Kurzzeitpflegeplätze in Schleswig-Holstein sicherstellt
  • solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit Investitionsmitteln fördert

und

  • die Qualität für eine fachgerechte Kurzzeitpflege gewährleistet.

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