Immer wieder: Wir brauchen einen gesetzlichen Personalbemessungsschlüssel

Zum Gutachten der Universität Bremen zum Personalbedarf in Pflegeeinrichtungen, nachdem die Zahl der Pflegekräfte um 36% von ca. 320.000 auf 440.00 erhöht werden, und zum heutigen Treffen der Pflegeberufekammer mit dem Pflegebevollmächtigten, Andreas Westerfellhaus, erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

„Es ist nicht zu begreifen, wie in Deutschland Spitzenmedizin und Pflegenotstand parallel stattfinden können. Eine gute Versorgung der Menschen kann nur mit einer zukunftsorientierten und selbstgestalteten Pflege in allen Bereichen gesichert werden. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann bleiben unsere Pflegenden im Beruf und noch besser, dann kommen die Pflegenden auch wieder zurück in den Beruf. Wir pochen schon lange auf einen gesetzlichen Personalbemessungsschlüssel. Dieser erhöht die Sicherheit der zu Pflegenden auf der einen Seite und fördert die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden auf der anderen. Die Studie nimmt neben den Pflegefachkräften auch die Pflegeassistenzberufe in den Blick, bei denen ein hoher Bedarf besteht. Hier benötigen wir eine gute, generalistische Pflegeassistenzausbildung in Schleswig-Holstein. Die Chance hat die Landesregierung vertan. Es wird zudem vorgeschlagen „die Regelungen zur Pflegehelfer*innenausbildung länderübergreifend zu homogenisieren, um einheitliche Qualitätsstandards in der Ausbildung einzuführen“. Das begrüßen wir.

Wir, also die Politik, müssen gute Rahmenbedingungen schaffen, die es den Pflegenden erlaubt, so zu arbeiten, wie sie es gelernt haben und nicht, wie Betriebswirte es ihnen vorschreiben. Nur so können wir den Personalmangel erfolgreich bekämpfen. Die Pflegeberufekammer in Schleswig-Holstein ist eine wichtige Stimme für die Pflege und ein wichtiger Partner für uns in der Pflegepolitik. Wir bedanken uns bei der Pflegeberufekammer für ihre konstruktive Zusammenarbeit!”

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