Die Corona-Krise ist eine zusätzliche Herausforderung auch für die ambulante Pflege

Zu aktuellen Diskussion über die Situation der Pflege in der Corona-Krise und  nach 25 Jahren Leistungsbeginn der Pflegeversicherung im ambulanten Bereich erklärt die stv. Vorsitzende und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:  

„Die Pflege ist einer der am härtesten betroffenen Bereiche durch den Ausbruch der Corona-Pandemie. Personalmangel und das Fehlen von Schutzausrüstung machen den Alltag für die gesamte Gruppe der beruflich Pflegenden  noch anstrengender. Deshalb muss die Schutzausrüstung auch dort ankommen, wo diese dringend gebraucht wird und zwar in allen Bereichen der Pflege. Ältere Menschen und Pflegebedürftige gehören zur Risikogruppe. Wir müssen unsere Seniorinnen und Senioren  bestmöglich vor einer Infektion schützen. Welche dramatischen Folgen ein Infektionsausbruch für ältere Menschen haben kann, ist nun in einem Wolfsburger Seniorenheim sichtbar.

In der Corona-Krise zeigt sich in aller Deutlichkeit  die enorme Belastung und Verantwortung, unter der die beruflich Pflegenden stehen.  Dank und mündliche Anerkennung ist Ihnen gewiss. Alles andere muss folgen.

Noch immer sind es nahe Angehörige, die sich um die Mehrheit der Pflegebedürftigen kümmern. Eine gute Pflegeversicherung entlastet Familien und unterstützt häusliche Pflege. Das ist mit dem bestehenden System aber nur unzureichend der Fall.  Am 1. April 1995 konnten die ersten Leistungen der häuslichen Pflege aus der neuen Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden. Nach nun 25 Jahren muss die Pflegeversicherung weiter reformiert werden. Denn die derzeitige Finanzierung von Pflege macht immer mehr Menschen zu Sozialhilfeempfängern, da die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten abdeckt. Für uns Sozialdemokraten ist ganz klar: Pflegekosten dürfen nicht zur Armutsfalle werden. Alle sollen eine gute und menschenwürdige Pflege im Alter erhalten, wenn sie dies benötigen. Unser Weg ist die Umgestaltung der Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung, in der alle Bürgerinnen und Bürger einbezahlen. Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte solidarisch finanziert werden.“

 

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