Ein herzliches Dankeschön an alle Pflegenden!

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Zum morgigen (12.05.2020) internationalen Tag der Pflege erklärt die stv. Vorsitzende und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

„Wenn es überhaupt etwas Gutes an dieser Krise gibt, dann wohl, dass der Pflegeberuf endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er schon immer verdient hat. Der internationale Tag der Pflege ist insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine gute Gelegenheit darauf hinzuweisen, welch wichtigen Stellenwert Pflege für unsere Gesellschaft hat. Die Beschäftigten in diesem Bereich leisten mit hohem persönlichem Einsatz Enormes – und das nicht nur zu Zeiten von Corona! Dafür gebührt ihnen unser aller herzlicher Dank!

Applaus und wertschätzende Worte für Pflegekräfte sind besonders jetzt wichtig, reichen aber bei weitem nicht aus. Den gut gemeinten Worten müssen endlich Taten folgen. Die Pflege ist einer der am härtesten betroffenen Bereiche durch den Ausbruch der gegenwärtigen Krise. Der Mangel an Personal, der strukturell in diesem Bereich herrscht, macht den Alltag für die gesamte Gruppe der beruflich Pflegenden noch anstrengender. Die Schere zwischen dem eigenen fachlichen Anspruch und der Arbeitsrealität klafft schon viel zu lange  zu weit auseinander. Die meist wirtschaftlich geprägten Rahmenbedingungen führen zu dauerhafter Unzufriedenheit der Beschäftigten. Die SPD will genau das ändern und es den Pflegenden ermöglichen, wieder so zu arbeiten, wie sie es gelernt haben und wie ihre Profession es ihnen vorschreibt. Dazu ist ein gesetzlicher Personalbemessungsschlüssel notwendig. Dieser würde nicht nur die Sicherheit der zu Pflegenden erhöhen, sondern zudem auch die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden. Außerdem braucht es eine nachhaltige Erhöhung des Lohnniveaus und  Steigerung der Zulagen für familienunfreundliche und gesundheitsbelastende Schichtdienste. Es ist sehr bedauerlich, dass Jamaika entsprechende Pläne der SPD im Landtag abgelehnt hat. Die Landesregierung sollte aus der Corona-Pandemie unbedingt die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen. Eine gute Versorgung der Menschen kann nur mit einer zukunftsorientierten und selbstgestalteten Pflege in allen Bereichen gesichert werden. Die Krise zeigt auch, dass die Grundsätze einer Daseinvorsorge neu gedacht werden müssen.“

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