Der Verkauf von Impfterminen muss gestoppt werden

Bild: Pixabay

Zum Bericht in der heutigen Ausgabe des shz, wonach Impftermine käuflich erworben werden können, erklärt die stv. Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls: 

„Der Verkauf von Impfterminen ist ein Akt unfassbarer Respektlosigkeit und entbehrt jeglicher Form der Solidarität. Ich erwarte, dass die Landesregierung dem einen Riegel vorschiebt.

Hier wird mit der Angst von Menschen gespielt, die sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich einen Impftermin zu erhalten.

Das System der Impfterminvergabe über eine Hotline, die sonst Konzerttickets verkauft, macht das möglich.

Alle paar Wochen werden Impftermine freigegeben, Kinder und Enkelkinder und etliche freiwillige Helfer versuchen stundenlang einen Termin für die Älteren zu ergattern, weil die Älteren oft mit dieser ganz besonderen Form des Glückspiels überfordert sind.

Noch immer sind Menschen, die zur Prioritätengruppe 1 und 2 gehören,  nicht geimpft. Sie haben es aufgegeben und warten jetzt auf einen Termin beim Hausarzt. Ein  Verkauf von Impfterminen verschärft diese Situation noch.

Die SPD hat von Anfang an vorgeschlagen, dass die Menschen eine Einladung samt Impftermin erhalten sollen, so wie es beim Mammographie-screening seit Jahren bewährte Praxis ist. In Dänemark läuft das prima, jeder kann sehen, wann er ungefähr ein Impfangebot erhält. Das hätte vielen Menschen viel Stress und Angst erspart.

Aber diese Landesregierung setzt eher auf den Zufallsgenerator als auf Solidarität.

Gut, dass die Hausärzte jetzt endlich mehr und mehr impfen können!“

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