Impfungen vor Ort durch mobile Teams unterstützen

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Die SPD-Landtagsfraktion legt zur Mai-Tagung des Landtages einen Antrag vor, damit Haus- und Fachärzt*innen in bestimmten Quartieren und Regionen bei der Impfung unterstützt werden. Dazu erklären die sozialpolitische Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzende, Birte Pauls, und der gesundheitspolitische Sprecher, Bernd Heinemann:

„In einigen Stadtteilen, Quartieren und Regionen in Schleswig-Holstein gibt es weniger Haus- und Fachärzt*innen gemessen an der Einwohnerzahl als in anderen Regionen. Damit kommt es zu ungleichen Wartezeiten für eine Impfung. Es ist zudem bekannt, dass in sozial benachteiligten Quartieren die Dichte an Ärzt*innen besonders gering ist. Um in diesen Regionen und Quartieren die vorhandenen Ärzt*innen bei der Corona-Impfung zu unterstützen, braucht es Lösungen wie der Einsatz von mobilen Impfteams oder mobilen Impfstationen. Auch vorhandene Quartierstreffs könnten als Räumlichkeiten vor Ort genutzt werden. Damit würde auch ein niedrigschwelliges Impfangebot in sozial benachteiligten Quartieren entstehen, wo viele Personen kaum an einen Hausarzt angebunden sind und aktuell die Inzidenz aufgrund der Lebens- und Arbeitsbedingungen wesentlich höher liegt. Es wäre wichtig, wenn die Landesregierung mit der KVSH hierzu so schnell wie möglich ins Gespräch kommt. Denn in der Impfverordnung in der Prioritätsgruppe 3, die nun demnächst geimpft werden darf, werden ausdrücklich „Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht“ genannt. Wir brauchen nun auch die Strukturen, damit die Impfungen so schnell wie möglich vorankommen. Eine Impfung darf in unserer Gesellschaft keine soziale Frage sein.

Außerdem erwarten wir dass die Impfzentren länger als geplant aufbleiben, damit die Warteschlangen sich bei den Hausärzten nicht türmen.“

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