Der unwürdige Kampf um Impftermine muss endlich aufhören!

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Zum derzeitigen System der Impfterminvergabe erklärt die stv. Vorsitzende der SPD-Fraktion, Birte Pauls:

„Wir haben von Anfang an gefordert, dass die Menschen zu den Impfterminen samt Terminvorgabe eingeladen werden. Bei den Mammographie-Screenings haben wir damit seit Jahren beste Erfahrungen gemacht!

Die Einladungsbriefe könnten passend zur Anzahl verfügbarer Impfdosen versendet werden. Damit hätte sehr vielen Menschen sehr viel Stress und Angst erspart bleiben können!

Das jetzige Verfahren wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Wir sagen ganz klar: Jamaika muss den unwürdigen Kampf um Impftermine endlich beenden! Viele Menschen haben Angst und sind verzweifelt, denn ihr sehnlichster Wunsch ist es, sich endlich impfen zu lassen.

Uns erreichen etliche Mails von frustrierten Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Angehörigen aus den  Prioritätsgruppen 1 und 2, die noch immer keinen Termin bekommen haben. Viele unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind überfordert. Viele Kinder, Enkelkinder, Angehörige und Ehrenamtliche versuchen  mit viel Zeitaufwand und unter hohem Druck händisch  für Impfberechtigte, die das selber nicht können, einen Termin zu ergattern. Das gelingt ihnen angesichts des Systems oft nicht und der Mangel an Impfstoffmengen verschärft das Problem für sie zusätzlich!

Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt auch noch jemand um die Ecke, der diese Termine für Geld mit Hilfe eines Computersystems dermaßen schnell abgreift, dass alle anderen keine Chance mehr haben.

Die Wurzel des Übels ist die derzeitige Form der Terminvergabe – denn sie hat das alles erst möglich gemacht. Wir setzen auf Solidarität und Respekt, anstatt auf einen Zufallsgenerator einer Konzertagentur. Um den Weg zu einem Impftermin für alle Bürgerinnen und Bürger so gerecht wie möglich zu gestalten, ist die Umstellung auf ein Einladungssystem unerlässlich!“

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