Der Fachkräftemangel ist im Kita-Bereich längst angekommen

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Zur neuen Ausgabe des Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung erklären die kitapolitischen Sprecher*innen, Birte Pauls und Wolfgang Baasch:

„Im Ausbau des Kita- oder Kindertagespflege-Angebots wurde in den letzten zehn Jahren in Schleswig-Holstein viel erreicht, die Betreuungsquote der unter Dreijährigen stagniert allerdings nun bei 35 Prozent, obwohl der Bedarf größer ist. Strukturell scheint die Landesregierung nicht mit höheren Betreuungsquoten zu rechnen, da nun übrig gebliebene Kita-Mittel mit weniger Kindern in den Kitas begründet wurden. Das Geld soll nun im Kita-Bereich anders ausgegeben werden. Wir brauchen jedoch größere Anstrengungen, damit alle Familien ihren Bedarf an Betreuung und frühkindlicher Bildung decken können und der Rechtsanspruch umgesetzt wird.

Damit weitere Kitas und Gruppen öffnen können, ist das ausgebildete Personal die wichtigste Voraussetzung. Der Fachkräftemangel ist allerdings bei den Kitas, im Bereich der Jugendhilfeeinrichtungen und Schulkindbetreuung schon längst angekommen.  Die Landesregierung setzt sich aber aktuell weder für  attraktivere Arbeitsbedingungen noch für eine Fachkräfteoffensive mit einer Stärkung der Ausbildungskapazitäten ein. Die Ausbildung des Kita-Personals hat die Landesregierung bei der Kita-Reform überhaupt nicht im Blick gehabt. Es ist aber notwendig, die Ausbildungen im erzieherischen und sozialpädagogischen erzieherischen Bereich attraktiver zu gestalten. Ziel muss dabei sein, dass keine Ausbildung mehr unbezahlt ist. Unser Antrag dazu versauert seit zwei Jahren im Bildungsausschuss, weil sich die Jamaika-Koalition damit nicht beschäftigen will.”

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