Besser Umsätze nur mit Geimpften, als dass das Weihnachtsgeschäft wieder komplett ins Wasser fällt

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Zur 2G-Regelung im Handel und zur Impfkampagne erklärt die stv. Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:

„Wir bedanken uns bei allen, die jetzt mit kreativen und schnellen Impfangeboten helfen. So findet z.B. am Sonnabend in Schleswig und der ganzen Region Angeln offene Impfangebote im Krankenhaus und in vielen Arztpraxen statt. Jetzt geht es darum möglichst schnell, möglichst viele zu erreichen und dabei alle im Blick zu haben. Wichtig ist deshalb auch, dass die Angebote barrierefrei sind. Das muss selbstverständlich auch für die Informationen und Anmeldeseite „impfen-sh“  der Landesregierung gelten.  Das fehlt jetzt.  Uns erreichen diesbezüglich vermehrt Klagen von Betroffenen.

Ein weiterer zusätzlicher Baustein in der Impfkampagne wäre es, Pflegefachpersonen besonders in der Langzeitpflege mit einzubeziehen, bevor öffentlich über Tierärzte und Apotheker geredet wird.

Nach wie vor muss es darum gehen, die jetzt schon bestehende Überlastung des Gesundheitssystems nicht weiter zu erhöhen. Da ist nun mal ein Fakt, dass das Risiko eines Ungeimpften, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, sehr viel höher ist als das eines Geimpften.  Und obwohl die Ungeimpften inzwischen eine Minderheit sind, zeigen weitere Untersuchungen, dass sie trotzdem für einen Großteil der Infektionen verantwortlich sind. Deshalb ist es angemessen und richtig, die Kontakte der Ungeimpften stärker einzuschränken. Wer wirklich Respekt und Anerkennung vor den Beschäftigten auf Intensivstationen und anderen Abteilungen, muss sich impfen lassen! Alles andere ist doppelmoralisch und unsolidarisch.

Wenn es uns nicht gelingt, die Zahlen durch Kontaktbeschränkungen bei denjenigen herunterzubringen, die für die meisten Infektionen verantwortlich sind und die höchste Gefahr haben unser Gesundheitssystem zu belasten, bleibt als letzte Maßnahme nur noch der Lockdown für alle. Und das kann auch im Einzelhandel doch niemand ernsthaft wollen. Die meisten regionalen Geschäfte haben Internetseiten, über die man lokal kaufen kann. Besser Umsätze nur mit den Geimpften, als dass das Weihnachtsgeschäft nochmal komplett ins Wasser fällt – wie im letzten Jahr.“

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