Schließungen von Geburtskliniken sofort stoppen – Unhaltbare Zustände beenden

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Zum Antrag der SPD-Fraktion zur Stärkung der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein (Drs. 20/224) erklärt deren gesundheitspolitische Sprecherin, Birte Pauls:  

„Seit Jahren habe ich die Landesregierung dazu aufgefordert, sich aktiv um die Folgen der Krise kleiner Geburtsstationen zu kümmern. Seit Jahren sieht die Landesregierung zu, wie Geburtskliniken geschlossen werden. Es ist keine Planung der medizinischen Versorgung in Schleswig-Holstein zu erkennen. Werdende Mütter haben es immer schwerer, eine Geburtsklinik in ihrer Nähe zu finden. Hier muss endlich was passieren und die Schließung von Geburtskliniken sofort gestoppt werden. Die Versorgung für Schwangere ist gefährdet. Der Hebammenverband Schleswig-Holstein hat schon häufiger auf die schwierige Lage in der Geburtshilfe hingewiesen.

Die Meldungen über die unerträglichen Zustände für werdende Mütter und den Mitarbeiter*innen auf den verbleibenden schleswig-holsteinischen Geburtsstationen kann niemanden wirklich überraschen und sind ein Skandal. Das bedeutet eine Verschlechterung der Qualität in der Geburtshilfe und wir riskieren, weiteres Personal aufgrund der starken Belastungen zu verlieren. Anstatt sich wenigstens darum zu bemühen, dass entsprechend mehr Kreißsäle und Personal bei den verbleibenden Geburtsstationen vorhanden sind, hat die Landesregierung entgegen ihrer Wahlversprechen 2017 nichts gegen die ersatzlosen Schließungen getan. Durch undurchsichtige Manöver wie bei der Imland-Klinik in Eckernförde hat sie Schließungen sogar noch aktiv betrieben. Die Geburtenzahlen in Schleswig-Holstein steigen und wir brauchen eine bedarfsgerechte Versorgung im Land.  Ich fordere die Ministerin auf, in ihrem eigenen Krankenhaus, dem UKSH, sofortige Abhilfe der selbstverschuldeten Missstände zu schaffen!“

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