Die Finanzierung der Pflege muss grundlegend geändert werden

Bild: SPD SH
Anlässlich der Demonstration ambulanter Pflegedienste erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Birte Pauls:
„Wir haben es im Bereich der Pflege schon heute mit einem eklatanten Fachkräftemangel zu tun. Dieser wird sich vor dem Hintergrund des stark steigenden Bedarfs aufgrund unserer immer älter werdenden Bevölkerung verschärfen. Hinzu kommt,  dass in den nächsten zehn bis zwölf Jahren  500.000 Pflegefachkräfte in Rente gehen. Deshalb müssen wir alles daran setzen, den Beruf wieder attraktiver zu machen. Ein Mittel dafür ist es, für bessere Löhne zu sorgen. Bislang wurde in rund 90% der Pflegeeinrichtungen nicht nach Tarif bezahlt. Das hat sich mit der Einführung der Tarifpflicht in der Altenpflege jetzt geändert, weshalb wir diese ausdrücklich begrüßen.
Wichtig ist nun, dass die höheren Lohnkosten vollständig refinanziert und die Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen finanziell nicht weiter belastet werden. Das hilft auch den ambulanten Pflegediensten, die nun die Auswirkungen spüren, wenn Pflegebedürftige weniger Leistungen in Anspruch nehmen. Ein gangbarer Weg wäre aus meiner Sicht die Deckelung der Eigenanteile. Deshalb muss die Finanzierung der Pflege dringend reformiert werden. Der politische Druck zum Handeln ist groß, denn die jetzige Teilkaskoversicherung schafft ein viel zu hohes finanzielles Risiko!“

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